Produkttest: Xiaomi Mi Saugroboter

[Anzeige] Wir testen aktuell den Xiaomi Mi Saugroboter für Euch. Das Gerät ist nun schon seit circa einem Monat im Einsatz und ich muss sagen, dass ich es nie wieder hergeben würde! Des Weiteren haben wir auch den VK200 von Vorwerk unter die Lupe genommen.

Xiaomi – die Marke

Vor unserem Saugroboter habe ich ehrlich gesagt noch nie was von der Marke Xiaomi Tech gehört. Es ist ein 2010 in China gegründetes Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Elektronikwaren spezialisiert hat. Dabei scheint es auch sehr erfolgreich zu sein.

Chinesische Produkte oder die Kennzeichnung „Made in China“ verbindet man oft mit billigen und weniger qualitativen sogenannten Ramschartikeln. Dabei ist dieser Gedanke eigentlich gar nicht mehr aktuell und viele Produkte, die aus China kommen sind keineswegs schlechter oder teilweise sogar besser als einige Erzeugnisse aus dem EU-Raum. Und unser Saugroboter ist hierfür wohl das beste Beispiel! Er ist übrigens mit einer CE-Kennzeichnung ausgestattet.

Der Saugroboter im Test

Xiaomi Saugroboter (3)

Das Gerät kam bei uns gut und sicher verpackt an. Die Inbetriebnahme war auch ein Kinderspiel obwohl die mitgelieferte Bedienungsanleitung auf chinesisch war. Man musste nur das mitgelieferte Netzteil an die HOME-Station anschließen und dann den Saugroboter dran stellen, sodass sich die beiden Kontaktflächen berühren. Der Adapter für deutsche SCHUKO-Steckdosen ist nicht immer im Paket enthalten. Wir hatten das Glück, dass dieser dabei war. Ansonsten gibt es solch einen Adapter für wenig Geld zum Beispiel bei Amazon zu kaufen. Einen Link dazu habe ich Euch unter dem Bericht eingefügt.

Das schlimmste kam danach, denn jetzt hieß es WARTEN. Warten, bis das Gerät vollständig geladen war und nicht mehr blinkte, denn erst danach sollte man es einschalten. Die rund 4 Stunden haben sich für uns wirklich sehr gezogen, denn wir waren sehr gespannt darauf das Produkt endlich in Betrieb zu sehen.

Und als der Akku voll geladen war und wir auf den Start-Button gedrückt hatten, ging es los. Xiaomi fing erst einmal an kurz etwas auf Chinesisch zu sagen und dann scannte er schon die Umgebung ab und fuhr zielsicher umher. In der Wohnung habe ich eine Art „Teststrecke“ aufgebaut, um zu schauen, wie gut die Saugleistung ist. An 10 verschiedenen Stellen habe ich je einen Sonnenblumenkern gelegt.

Xiaomi Saugroboter (1)
Hier unter der Abdeckung versteckt sich der Auffangbehälter, der mit einem Klick entnommen werden kann.

Und siehe da – 9 von 10 hat er einsammeln können und der 10 war in einer Ecke platziert.

Und es ist für ihn auch kein Problem gewesen von einem Hartboden auf einen Teppich (ca. 2 cm hoch) zu fahren.

Wenn man ein Haus oder eine Wohnung in mehreren Ebenen hat, ist es wichtig, dass der Saugroboter Treppenstufen erkennt und nicht herunterfällt. Dieses Modell meistert das mit Bravur! Er fährt zwar immer sehr nah dran, wendet dann aber wieder und nimmt seine nächste Bahn auf. Da der Roboter systematisch fährt, teilt er sich die Räume in Abschnitte ein, die ungefähr 4 x 4m groß sind.  Diesen fährt er dann Bahn für Bahn ab, dann nimmt er sich den nächsten Abschnitt vor. Dieses Intelligente System haben eigentlich nur die hochpreisigen Saugroboter, die anderen fahren kreuz und quer durch die Wohnung. Dies nennt man Chaotisches System und dabei benötigt der Roboter nicht nur mehr Zeit sondern fährt einige Stellen auch doppelt und dreifach ab, während andere ausgelassen werden. Wenn man sich übrigens die „Mi Home“ App auf das Handy installiert, kann man den Sauger auch wie mit einem Joystick per Handy steuern und auch die Saugleistung zwischen 3 unterschiedlichen Stufen auswählen. Voreingestellt ist anfangs die mittlere Stufe, was aber schon vollkommen ausreichend ist. Entscheidet man sich aber für die App, muss das Gerät mit dem WLAN verbunden werden und das lässt sich auch nicht wieder deaktivieren. Aber man hat wirklich Vorteile dadurch, da man es auf diese Weise nicht nur steuern kann, sondern auch Statistiken erhält. Das Gerät erstellt dann bei jedem Saugvorgang automatisch eine Karte der Räumlichkeiten auf der dann zu sehen ist, wo der Sauger geputzt hat. Die dafür benötigte Zeit sieht man auch. Auf der Karte kann man auch erkennen, wenn er verschiedene Hindernisse wie Stühle, Möbel etc. umfahren hat. Denn sobald der Sauger ein Hindernis wie beispielsweise einen Stuhl erkennt, tastet er ab, ob und wie sich dieses umfahren lässt. So umfährt er dann die Stuhlbeine problemlos rundherum vorausgesetzt er passt dazwischen. Durch diverse Hindernisse, die er auf diese Weise umfahren muss, braucht er mehr Zeit für einen Saugvorgang, aber das nur geringfügig.

Sobald der Roboter fertig ist und auch dann, wenn man den Auffangbehälter leert, fängt er ebenso an, kurz etwas auf Chinesisch zu reden. Das finde ich eigentlich ganz süß, obwohl ich davon kein Wort verstehe. Die Sprache lässt sich via App unter anderem auch auf Englisch umstellen.

Die Saugleistung, das intelligente Vorgehen beim Saugen und die vielen Features, die man dank der App hat, haben uns damit sehr überzeugt! Und da der Saugroboter uns keinen Staubsauger ersetzen soll,  sondern nur zusätzlich täglich saugt, ist es nicht schlimm, wenn er nicht in alle Ecken kommt. Manuell benutzen wir einen gewöhnlichen Staubsauger jetzt seltener als zuvor. Und den Xiaomi haben wir – obwohl es dank der App möglich ist – nicht auf eine bestimmte Uhrzeit programmiert, sodass er dann immer von alleine anfängt zu saugen, sondern wir starten ihn manuell, sobald wir aus dem Haus gehen.

Saugroboter Xiaomi (von unten)
Die seitlich rotierende Bürste kehrt Staub und Krümel direkt in Richtung weiterer Bürsten im Saugbereich.

Der Auffangbehälter ist bei solch einem kleinen Gerät natürlich nicht sonderlich groß, aber von Haushalt zu Haushalt reicht es, wenn man diesen 1 bis 2 Mal in der Woche ausleert. Das geht sehr fix und unkompliziert. Ab und an sollte man diesen aber auch mal durchwischen und danach gut trocknen lassen, bevor man ihn wieder einsetzt.

Es gibt einen Nachfolger von unserem Gerät. Dieses kann wohl auch nass wischen, soll aber nicht wirklich unterscheiden können, ob es auf einem Hartboden oder einem Teppich fährt. Daher wird einfach alles nass gewischt. So habe ich das zumindest mal in einem Kommentar gelesen. Es ist relativ schade, denn dann hat man auch einen nassen Teppich. Aber solche Situationen lassen sich bestimmt auch mit speziellen Magnetbändern umgehen. Vielleicht kommt ja demnächst mal ein Testbericht auch zu dem Nachfolger „Roborock“. Dann könnten wir Euch dazu mehr Infos geben.

Was man über den Staubsauger noch wissen sollte ist, dass man hier in Deutschland keine Garantie von dem Hersteller erhält und dass es auch keinen Support vom Hersteller gibt, da das Produkt eigentlich nicht für den Deutschen Markt gedacht ist. So war zumindest die Auskunft, die wir von Xiaomi erhalten haben.

Der Xiaomi Mi Saugroboter kostet im Neuzustand aktuell 301,00€. Der Preis dafür ist meiner Meinung nach allemal gerechtfertigt. Hier nochmal alles kurz zusammengefasst, was uns positiv und auch negativ aufgefallen ist.

Vorteile
+ hochwertig verarbeitet
+ fährt mit System und lässt dadurch keine Stellen aus
+ TOP Preis-Leistungsverhältnis!
+ Zeitersparnis
+ Bedienbar durch eine App (optional)
+ Wohnung wird gesaugt, während man nicht Zuhause ist
+ Zeitplan kann erstellt werden
+ leiser als ein gewöhnlicher Staubsauger
+ nimmt nicht viel Platz ein und kann damit fast überall platziert werden
+ erkennt Treppen und fällt nicht herunter
+ Saugleistung wählbar (3 Stufen)

Nachteile
– Ecken werden nicht optimal gereinigt (Aber da ich zusätzlich regelmäßig manuell staubsauge finde ich das nicht schlimm.)
– lange Vorhänge erkennt der Roboter als Hindernis
– keine Garantie und Support vom Hersteller in Deutschland

Fazit
Der Saugroboter ist schnell zu meinem kleinen Alltagshelfer geworden und erspart mir im Alltag viel Zeit, die ich anderweitig nutzen kann! Und trotz der Nachteile, die wir finden konnten, würden wir das Gerät guten Gewissens weiterempfehlen!

Sternebewertung ★★★★

EinkaufswagenHier gibt es den Adapter

EinkaufswagenHier gibt es den Xiaomi Mi

EinkaufswagenHier gibt es den Nachfolger Roborock

9 Kommentare zu „Produkttest: Xiaomi Mi Saugroboter

Gib deinen ab

      1. Ja das tuen wir. Aktuell haben wir ein sehr preiswertes und gutes Modell von ilife:

        https://testerbar.net/schnuffel-preiswerter-saugroboter-ilive-v7s-5-von-5/

        Dieser schlägt sich wirklich toll. Viel besser als ein 1000€ Gerät von AEG:

        https://testerbar.net/unser-hausschweinchen-saugroboter-aeg-rx9-3-von-5/

        Dieser konnte unsere Erwartungen nie erfüllen. Alles hat ewig gedauert und die Wohnung war trotzdem nie wirklich sauber.

        Gefällt 1 Person

    1. Hallo Marie,
      ja, da hast Du recht! Aber irgendwie finde ich das Design echt toll! Es ist zwar schlicht, aber fällt einem sofort ins Auge! „Futuristisch“ beschreibt es wirklich gut 🙂 LG Katja

      Gefällt mir

    1. Hallo Levkoje,
      gerne habe ich den Bericht geupdated, denn inzwischen haben wir noch mehr Erfahrungen mit dem Saugroboter machen können und diese möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Auch die Antwort auf Deine Frage ist dabei. Ja, der Roboter erkennt Treppen, kehrt dann um und fährt seine nächste Bahn. Bei uns ist er noch nie gestürzt! Solltest Du noch mehr offene Fragen haben, zögere nicht uns diese zu stellen 🙂
      Viele Grüße
      Katja

      Gefällt 1 Person

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